13
Nov 09

Mac Mini und Magic Mouse (Update 3)

So, seit gestern bin ich also stolzer Besitzer eines Mac Mini und einer Magic Mouse. Per Twitter gab es ein paar Fragen zur Magic Mouse, die ich jetzt mal beantworten möchte. Leider gibt es keine Fotos, da ich meine Kamera verliehen habe.

Aber erstmal zum Mini. Ein wirklich schönes, kleines Gerät. Es soll bei mir einen Mini-ITX-Linuxrechner ersetzen (Mail und Fileserver) und dabei gleichzeitig als MediaCenter dienen, damit mein iMac nicht dauernd laufen muss um irgendwas aufzunehmen.

Lustiges Detail am Rande, das Paket mit EyeTV-Stick und Magic Mouse war deutlich größer als das Paket mit dem Mac Mini. Ich frage mich ob schonmal jemand einen Apple Store verlassen hat, als der Verkäufer den Mini auf den Tresen gestellt hat und meinte “Hier, ihr Rechner”.

Aber zur Maus. Erstmal tut das Teil eigentlich so gut wie nichts außergewöhnliches. Es bewegt wie gewohnt den Mauszeiger und kann links- sowie rechtsklicks. Um die Multi-Touch Gesten nutzen zu können ist erstmal ein Update auf Mac OS X 10.6.2 nötig gewesen. Danach aber ging alles prima.

Es gibt allerdings auch Programme mit denen die Maus nicht ganz so gut funktioniert. Das Zoomen mit zwei Fingern ist an sich sehr gut gelöst und praktisch. Auf Google Maps jedoch ist es nur schwer zu kontrollieren. Möchte man nur eine Zoomstufe vor oder zurück geht das nur selten. Die Geste wird erst erkannt, wenn man eine relativ kräftige Bewegung macht. Dabei zoomt man dann meist zu weit.

Ärgerlicher ist das Zusammenspiel mit EyeTV. Normalerweise kann man dort mit dem Scrollrad vor- und zurückspulen. Sowohl bei Aufnahmen als auch bei Live-TV (Timeshift). Mit der Magic Mouse macht man dies eigentlich jedes Mal, wenn man die Maus über das EyeTV-Fenster bewegt. Wirklich gespult wird dabei allerdings nicht (auch nicht, wenn man es wirklich versucht), aber das Abspielen des Films wird dabei gestoppt. Sehr nervig.

Leider habe ich bisher noch keine Möglichkeit gefunden, das Scrollen für bestimmte Programme einfach abschalten zu können. Weiteres Manko der Maus: Ein mittlerer Mausklick ist nur mit Zusatzsoftware möglich und benötigt dann 3 Finger, die gleichzeitig klicken.

Positiv: Sie bügelt das Verschmutzungsmank der Mighty Mouse grandios aus. Auch das Design ist einfach nur gelungen. Anfangs denkt man vielleicht die Maus ist zu flach um gut in der Hand zu liegen, in der Praxis stellt sich dies jedoch sehr positiv dar.

Ob die Maus unter Windows funktioniert habe ich noch nicht probiert. Educated Guess, ja, aber ohne Multitouch.

Fazit: Eine Kleinigkeit muss auf Softwareseite nachgebessert werden (scrollen inaktiv machen für Programme wie EyeTV). Ansonsten eine sehr schöne Maus, die hoffentlich den Akku schont.

Update: Eine Sache ist mir jetzt noch aufgefallen. Die Maus braucht recht lange, bis sie eine Verbindung zum Mac aufgebaut hat. Ungefähr so lange, wie auch ein Mac mini zum hochfahren benötigt. Es ist also weniger ein Problem, wenn man erst Maus und dann Rechner einschaltet, ärgerlich wird es, wenn man die Maus zwischendrin mal ausgeschaltet hat. Ich lasse das Teil jetzt einfach mal an und hoffe die Energiesparfunktion ist besser als bei der MightyMouse. Bei dieser war es durchaus ratsam sie auszuschalten, wenn der Rechner nicht benutzt wurde.

Update 2: Mit dem Mac Mini kam auch eine Alu-Remote. Meine alte Plastik-Remote hat ja gegen meinen Willen ihren ständigen Aufenthaltsort nach Berlin verlegt. Die Remote ist etwas länger als die Alte. Hierdurch liegt sie noch besser in der Hand und geht sicher auch nicht so schnell verloren. Durch die Verwendung von Alu sieht sie erheblich wertiger aus und passt auch viel besser zur Produktpalette.

Die Funktion hingegen war etwas mäßig. Nach dem ersten Einschalten ging eigentlich soweit alles, Systemlautstärke, FrontRow. Leider wollte EyeTV keine Signale von der Remote entgegennehmen, was aber nicht an der Remote selbst, sondern an Snow Leopard liegen soll.

Nach einiger Zeit wollte dann jedoch die Systemlautstärke nicht mehr gesteuert werden. Später konnte man den Mini lediglich ein- und ausschalten. Installation und Deinstallation von candelair machte keinen Unterschied.

Ich habe daraufhin Remote Buddy installiert und bin seither begeistert. Zwar kostet das kleine Tool 20€, diese ist es aber auch allemal Wert. Mit Hilfe von Remote Buddy kann man EyeTV, DVD Player, Safari und so ziemlich alle weiteren Programme starten, die auf dem Rechner installiert sind. Auch beenden der entsprechenden Programme ist problemlos möglich. Das Umschalten zwischen Fenster und Vollbild ging bisher auch in jedem Programm korrekt. Auch die Lautstärkeregelung funktioniert tadellos.

Für ein MediaCenter führt meiner Meinung nach kaum ein Weg an diesem kleinen Helfer vorbei. Eine kostenlose Testversion ist verfügbar.

Update 3: Und noch ein Tool, diesmal für die MagicMouse. BetterTouchTool erlaubt es erweiterte Einstellungen für die Maus anzugeben. So kann man z.B. die Mausgeschwindigkeit höher schrauben, als dies die Mac OS Systemeinstellungen zulassen würden, was durchaus sinnvoll ist. Mir war die Maus anfangs doch ein wenig zu lahm. Darüberhinaus kann man 3 und 4 Fingergestern aktivieren, dies hat bei mir aber bisher noch nicht klappen wollen. Ebenfalls einstellbar wird mit BTT die Empfindlichkeit mit der Hoch/Runter Scrollaktionen erfasst werden. Wenn man jetzt noch in den Systemeinstellungen das Nachscrollen abschaltet, kann man bei Google Maps einigermaßen genau zoomen. Auch EyeTV lässt sich nicht mehr ganz so leicht aus der Ruhe bringen, gelöst ist das Problem dadurch aber nicht vollständig.

BTT ist bisher noch recht jung und wird noch sehr aktiv weiterentwickelt. Zur Zeit gibt es wohl auch noch das ein oder andere (kleine) Speicherleck. Ich hoffe aber, in ein paar Wochen wird das Tool stabil genug sein, und dann gehen hoffentlich auch die 3 und 4 Finger-Gesten. Gerade einen mittleren Mausklick hätte ich dann doch ganz gern wieder.


12
Nov 09

Und nochmal die Wikipedia (Update)

Derzeit gibt es unter den Leuten, denen ich auf Twitter folge, genau einen Wikipediaverteidigerbefürworter. Da es auf Twitter doch recht schwer ist wirklich ausführlich zu antworten, mache ich das mal hier.

Als Einstieg ein paar Twitterzitate:

.@AndreasPraefcke Fefe blamiert sich m. M. n. laufend mit Halbwissen. Nur traurig, dass so viele ihm das unkritisch glauben.

@Politik2_0 Immerhin traut sich fefe sich zu blamieren und idR steht er auch dazu. Und er schafft es mit seiner Art aufmerksam zu machen.

@gpkvt Das klingt ja fast so als wär es besser, falsche Informationen zu verbreiten als korrekte… Er schadet der WP damit.

@Politik2_0 Die WP schadet sich in meinen Augen derzeit selbst erheblich. Isotopp hat das schon sehr genau erfasst. Ich hoffe es wird gehört

Natürlich ist es nicht gut falsche Informationen zu verbreiten, passiert aber. Dem einen sicher öfter, dem anderen seltener. Manchmal wird es gar nicht so leicht sein zu bestimmen ob etwas falsch ist oder nicht. Es spielt aber in dem Zusammenhang IMO nur eine untergeordnete Rolle. Die Kernaussage war und ist:

Die Wikipedia hat ein Problem. Und spätestens seitdem fefe das gesagt hat, wird das Problem diskutiert. Das mag die Wikipedia derzeit als ihr eigentliches Problem sehen, aber das zeigt nur deren eigentliches Problem.

Kristian Köhntopp (isotopp) hat das schon sehr genau getroffen und konkrete (wieder einmal) Vorschläge gemacht, wie das Problem gelöst werden kann: Communitygift

Weitere Vorschläge wie die Wikipedia auf technischer Ebene besser gemacht werden kann gab es auch zahlreich im Chaosradio: Die Wikipedia-Debatte

Die Reaktion aus der Wikipedia heraus auf diese wirklich guten Ideen war bestenfalls jämmerlich. Diese unsägliche Podiumsdiskussion. Amoklaufende User, die alle möglichen CCC-Artikel löschen wollen. Und kaum mal eine zaghafte Stimme die zum zuhören mahnt, der Spendenaufruf hätte zu keinem schlechteren Zeitpunkt erfolgen können. Kein Wunder, dass die Seite vollgestopft wird mit bösen Kommentaren.

Ein gutes hat die Spendenaktion aber vielleicht doch, die Wikimedia könnte in Versuchung geraten zu realisieren was da gerade passiert. Ich bin gespannt, wie die Reaktion ausfallen wird. Spannend.

Update:

Über Twitter kamen noch ein paar Kommentare von @Politik2_0, die ich natürlich nicht unbeantwortet lassen will:

@gpkvt Danke für den Hinweis. Hast mich aber nur periphär darin angesprochen. “Die User” waren aber tatsächlich ein einzelner.

Ich war mir nicht sicher, ob eine direkte Erwähnung gewünscht war. Deswegen hatte ich ja jetzt auch erstmal gefragt, ob ich deine Antworten hier posten kann.

@gpkvt Ansonsten habe ich ja oft gesagt, dass die Relevanzkriterien abgesenkt werden müssen und auch so einiges verbessert werden könnte.

Ich stimme dir da zwar im Grunde zu, aber ich denke das Problem der Wikipedia geht tiefer. Eine kleine Gruppe von Leuten macht in der Wikipedia eine ganze Menge. Und das verdient natürlich Lob. Aber so wie es derzeit ist, kommen nur wenig Leute dazu. Und die fühlen sich auch noch schlecht behandelt.

Auch die Technik der Wikipedia braucht eine Weiterentwicklung. Das Versionskontrollsystem “git” könnte einige technische Grundlagen bieten um die Wikipedia leistungsfähiger zu machen. Es wäre dann einfacher verschiedene Versionen von Artikeln vorzuhalten. Und jeder Benutzer kann wählen, ob er nur geprüfte (und relevant im Sinn einer Enzyoklopädie) Artikel sehen möchte, oder einfach alles was jemals geschrieben wurde, inkl. Vandalismus. Stufenlos wählbar. Artikel könnten von Benutzern bewertet werden. Anonyme IPs könnten Stimmen vergeben und Kommentare hinterlassen, aber den eigentlichen Artikel nicht verändern. Das geht nur wenn man angemeldet ist.

Es gibt da sicherlich viele Ansätze und einige werden auch scheitern, im Moment ist die WIkipedia aber einfach ein Stück sehr alte Software, die schon lange Innovationen vermissen lässt. Man muss sich ja nur einmal die Struktur z.B. einer Löschdiskussion ansehen. Das versteht doch niemand, der es zum ersten Mal sieht. Jedes Popelblog hat eine übersichtlichere Darstellung von Kommunikation zwischen mehreren Leuten. Das schreckt doch neue Leute komplett ab, auch wenn man sich sicherlich an die Wikipediadarstellung gewöhnt. Aber die ersten Links von fefe auf irgendwelche Löschdiskussionen habe ich mir gar nicht angesehen, weil es so unübersichtlich war. Und die Leute jammern, weil niemand neues dazukommt? Komisches Verhalten.

@gpkvt Allerdings macht der Mob Arbeit (auch vielen Wikipedianern, die auf der selben Seiten stehen) beteiligt sich aber kaum konstruktiv.

Da gebe ich dir natürlich Recht und ich finde das nicht gut. Die Piratenpartei hat ein ähnliches Problem, immer wenn die Piraten irgendwo im Netz kritisiert werden (ob zu Recht oder Unrecht) bildet sich ein marodierender Mob, der alles zumüllt was er finden kann. Für dieses Problem kann ich leider auch keine Lösung anbieten. Ein Versionskontrollsystem wie “git” könnte hier aber einige Arbeit zumindest erleichtern.

@gpkvt Trotzdem ist es um jeden guten gelöschten Artikel (wie z. B. MOGiS) schade und man sollte (konstruktiv!) versuchen, diese zu erhalten

Und auch hier kann ich nur zustimmen, darüberhinaus muss die Wikipedia sich aber als solche Reformieren, damit weiterhin neue Leute hinzukommen. Und technische Innovation muss auch gepflegt werden.


11
Nov 09

Google Wave

Wow, ich bin immer noch beeindruckt. Seit einer guten Woche habe ich meinen Google Wave Account.

Aber was ist Google Wave eigentlich? Diese, eigentlich einfache, Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Ich will es aber mal technisch erklären.

Wer kennt ICQ? ICQ ist ein sog. Instant Messenger. Über diesen können Teilnehmer in Echtzeit miteinander Nachrichten austauschen. Auch Dateien kann man so übertragen. ICQ ist aber eine Firma. Das Protokoll unterstützen mittlerweile zwar fast alle Programme, aber es gibt eine freie Alternative: Jabber.

Jabber basiert auf dem offnen XMPP. Google verwendet XMPP bereits in Gmail und Google Voice/Talk. Jeder, der einen Google-Account besitzt hat einen Jabber-Account, dieser entspricht seiner Gmail-Adresse. Wave ist XMPP.

Wave ist XMPP, deswegen kann man in Echtzeit sehen, wie Leute in einer Wave schreiben. Eine Wave ist ein Livechat. Mit jede Menge Räumen (blips, die Nachrichtenzeilen in Wave). Und deswegen ist Wave nichts. Wave ist keine Anwendung mit der man die Aufgabe XY bewältigen kann. Kein Word, kein Photoshop, kein Flash, kein Mail.

Kein Mail? Natürlich könnte Wave irgendwann einmal E-Mail ablösen, klar. Aber Wave kann viel mehr. Wave ist offen. Es ist ein offenes Protokoll. Wer Google nicht mag, kann seinen eigenen “Wave”-Server aufsetzen. Die Oberfläche muss er natürlich selbst bereitstellen. Aber man kann sicher sein, es wird wirklich tolle OpenSource-Lösungen hierfür geben. Damit nicht genug, die Wave-Server können, wie Jabber-Server untereinander kommunizieren und ihre Nutzer miteinander verbinden.

Wave ist also viel mehr als Mail. Oft wird Wave mit Twitter verglichen, oder gar mit Facebook. Auch Vergleiche mit dem Usenet sind nicht selten, wenn Neuankömmlinge ihre ersten “with:public” Waves finden, in denen öffentlich mehrere hundert Menschen kommunizieren. Jeder Blip ein Thread.

Und Wave ist live. Man kann mit hunderten Leuten live ein Dokument erstellen.

Mal ein Beispiel:

Das ist annähernd in Echtzeit möglich. Mit “etwas” Vorbereitung, natürlich.

Wave hat Potenzial. Ich könnte mir z.B. gut ein Wordpressplugin vorstellen. Dieses ersetzt die normale Kommentarfunktion im Blog für jeden Artikel durch eine public-Wave. Jeder der diese Wave verwendet ist stets auf dem Laufenden, wenn jemand wieder etwas geschrieben hat. Und das nicht unter dem Artikel, sondern in der Inbox seines Wave-Accounts.

Für hunderte Blogs, Zentral, Updates in Echtzeit. Das ist Web 2.0.


11
Nov 09

Der CCC und die Wikipedia

So, offenbar scheint der Wikipedia-Streit nun langsam auf Kindergartenniveau abzugleiten. Für diejenigen, die es nur am Rande mitbekommen haben. In der Wikipedia gibt es derzeit mal wieder eine Diskussion darum, was relevant genug ist, um in die Wikipedia aufgenommen zu werden. Leider gehen die Meinungen hierüber recht weit auseinander. Insbesondere fefe hatte darüber (auf gewohnte Art und Weise) berichtet und auch den Zorn einiger Wikipedia-Admins auf sich gezogen. Eigentlicher Auslöser war die Diskussion darüber, ob der Verein “MOGIS” wirklich als Verein existiert, oder ob es sich hier um eine Einzelperson handelt. Nachdem fefe seine Kommentare dazu abgelassen hatte, wurde auch der Artikel über ihn zum Löschen vorgeschlagen.

Daraufhin gab es dann noch eine Chaosradio-Folge zum Thema, viele Blogs haben darüber berichtet und es gab einen Haufen neuer und alter Vorschläge, wie man die Wikipedia besser machen könnte. Auch Wikimedia Deutschland konnte sich nun nicht länger verschließen und lud zu einem Diskussionsabend bzw. später dann zur Podiumsdiskussion ein. Die fand in den Geschäftsräumen statt, die hierfür gänzlich ungeeignet waren. Auch die Auswahl der Teilnehmer war alles andere als Transparent, fefe z.B. wurde nicht einmal gefragt. Ein Journalist der telepolis erhielt Hausverbot.

So weit so schlecht. Mittlerweile sind einige Wikipedia-Admins dazu übergegangen gegen den CCC in Stellung zu gehen. Die derzeitigen Löschkadidaten zeigen dies ganz deutlich:

http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:L%C3%B6schkandidaten/11._November_2009#Phone_Operation_Center
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:L%C3%B6schkandidaten/11._November_2009#Easterhegg
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:L%C3%B6schkandidaten/11._November_2009#Chaosnahe_Gruppe_Wien
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:L%C3%B6schkandidaten/11._November_2009#Haecksen
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:L%C3%B6schkandidaten/11._November_2009#Wau_Holland_Stiftung_.28LAE_1.29
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:L%C3%B6schkandidaten/11._November_2009#Tim_Pritlove
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:L%C3%B6schkandidaten/11._November_2009#Chaosdorf
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:L%C3%B6schkandidaten/11._November_2009#Chaos_Computer_Club_Z.C3.BCrich_.28LAE.2C_-.3E_LP.3F.29
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:L%C3%B6schkandidaten/11._November_2009#Chaos_Communication_Camp_.28erl._QS.29

Ein paar davon gehören sicherlich mal überarbeitet, bzw. könnte man sie in anderen Artikeln unterbringen. Andere Löschvorschläge sind aber wohl purem Frust geschuldet.

Wie auch immer, es ist an der Zeit, dass Wikimedia reagiert. Angemessen wäre wohl eine Verwarnung an den AdminUser “wb“, sowie sich die Argumente der Gegenseite doch noch einmal genauer anzuhören. Bis dahin hoffe ich, dass die Spenden an Wikimedia eingestellt werden. Das Geld landet ja eh nicht da wo es Sinn macht (im Betrieb der Wikipedia). Dann lieber direkt in die USA überweisen.


10
Nov 09

aber eines…

aber eins muss man murdoch ja lassen chorse @ 22:34
das halbe internet lacht? gpkvt @ 22:34
dass nen rechtes konservatives arschloch mit myspace die indie-kiddies kontrolliert ist schon ne leistung chorse @ 22:35

Ansonsten bleibt festzuhalten, ich habe mich nicht gewundert.


09
Nov 09

Murdoch und die bezahlten Inhalte

Nun macht er also Ernst. Der alte Mann vom rechten Spektrum der Medienindustrie. Seine “Wallstreet News” machen es bereits vor. Inhalte nur noch gegen bare Münze. Gern auch in, ihrer nicht minder wertvollen, virtuellen Form.

Natürlich lacht sich gerade das halbe Internet schlapp. Geld? Für Inhalte? *rotfl* Wie kann man denn bitte auf so eine Idee kommen?

Darauf kann man kommen, wenn man langfristig denkt. Langfristig denken? In der Wirtschaft? Seit wann das denn? Nun, das hat Murdoch schon immer getan. Er lag sicherlich nicht immer richtig, aber er denkt für die Zukunft.

Klar sind wir es gewöhnt auf unsere google-Suche hin auf eine Website zu kommen, die Inhalte anzusehen und weiterzusurfen. Aber werden unsere Kinder das ebenso tun? Oder werden sie es vielmehr gewöhnt sein mit gezückter Kreditkarte durch das Netz zu wabern?

Sicherlich, nicht jeder wird die Inhalte lesen. Viele werden weiterhin ihren Informationsbedarf decken können, ohne auch nur einen Cent dafür hinlegen zu müssen. Aus Blogs, aus Google-Teasern, Twitter, etc. Andere werden halt für die direkten Quellen Geld los. Wie Murdoch sagt: Wir wollen nicht viele Besucher, wir wollen wenige Besucher, die zahlen.

Google ist ausgesperrt, wer zu viel zitiert wird abgemahnt.

Und es kommt natürlich auch ein wenig auf die Art der Information an. Für Boulevard wird man sicherlich nicht so viel Geld kassieren können, wie für aufwendige Hintergrundberichterstattung. Wir werden sehen, ob Murdoch dies bieten kann und will. Falls nicht, er wird den Damm brechen. Andere werden die Qualität liefern für die gezahlt wird.


09
Nov 09

Google Wave Invites

I still got some Google Wave Invites left. To be honest there are only 5 left, but it think that’s better than nothing.

Just follow me (@gpkvt), wait until i refollow you, so you could send me your E-Mail as Direct Message on Twitter. Then it will take about 2 Days till a week for google to send you the invite message. Happy waving.

You could also leave a comment with your address, but prepare for SPAM when a bot found it here.


09
Nov 09

Man wundert sich…

… heute war ein komischer Tag. Erst geht der root-Login auf einem der Server nicht, ein Neustart von sshd und alles ist wieder gut.

Dann funktioniert Dual-Screen out-of-the-box mit Mint.
Dann ist die Druckerinstallation beeindruckend einfach.

Und die “Junge Union” fordert die Ausweitung der Netzsperren. Denn:

Ideologisch oder religiös motivierter Terrorismus kann von einem freiheitlichen und auf dem Prinzip der Rechtsstaatlichkeit beruhenden Staat nicht toleriert werden.

Gut, das ist jetzt nicht wirklich verwunderlich. Was wundert ist die Begründung:

So können bspw. durch das im Kampf gegen Kinderpornographie bereits erfolgreich angewendete sog. „Access-Blocking“ auch Erfolge im Kampf gegen Islamisten erzielt werden. Wem der Zugang zum Erstkontakt mit terroristischen Organisationen unmöglich gemacht wird, gibt die Recherche höchstwahrscheinlich auf.

Ahja. Ich möchte ja gerne mal die Zahlen sehen, die diese Behauptung belegen. Dürfte jedoch schwierig werden da belastbares Material zu finden, für eine Maßnahme die noch gar nicht umgesetzt wurde. Die jedoch im Gegenteil bisher einer Farce glich. Pannen beim Einreichen des Gesetzes, so ziemlich alle Experten sprechen sich gegen die Pläne aus, 134.000 Menschen unterzeichnen einen Petition gegen die Pläne (die größte jemals eingereichte Petition), die Art und Weise wie die Providerverträge – denen das Gesetz zugrunde liegt – zustande gekommen sind… Und so weiter, und so weiter…

Aber noch mehr zum schreiend weglaufen ist ja wohl der gezogene Schluss. Ich stehe vor der Entscheidung mich über Gruppen zu informieren und eventuell anzuschließen, bei denen das Töten von Menschen eine gewichtige Rolle spielt. Aber ich finde bei google nix und wenn man mir mal eine Seite nennt kommt da nur ein Stoppschild. Da verfolge ich meinen Plan natürlich nicht weiter sondern werde stattdessen Mitglied in der jungen Union?! Idiocracy, ftw.

Sorry, wenn ich hier zu polemisch werde, aber was bitte ist das für ein Unsinn?


09
Nov 09

Linux Mint Gloria

Ich bin echt beeindruckt. Eine Weile war ich mehr oder weniger Linuxabstinent, zumindest auf dem Desktop. Seit ein paar Tagen kann ich meinen Job aber weitgehend Windowsunabhängig machen, die paar Mal wo man es braucht reicht eine Virtuelle Maschine. Also habe ich mich am Wochenende dran gemacht und Linux als Hauptsystem installiert. Die Wahl viel auf Linux Mint Gloria welches auf Ubuntu Jaunty basiert. Nicht zu verwechseln mit “mint”, also meinem neuen Webseitenstatisitktool. ;)

Ich weiß gar nicht mehr so genau, welche Ubuntuversion die Letzte war, die den Weg auf mein T60 gefunden hatte, aber damals war es noch ein ziemlicher Kampf Compiz und Dual-Screen ans Laufen zu bekommen. Letzteres war mehr oder weniger unmöglich, einzig 2 getrennte X-Server konnten genutzt werden, pro Monitor einer. Dabei kann man dann natürlich Anwendungen nicht nachträglich auf den Screens verschieben. Auf X-Server A gestartete Programme laufen dort, auf Server B gestartete Programme laufen dort. Von diesen Problemen abgesehen war die Hardwareunterstützung eigentlich immer ganz ok. Lediglich den Grafikkartentreiber (fglrx) musste man selbst aktivieren.

All das war diesmal kein Thema. Die Grafikkarte wird nun von einem offenen Treiber befeuert, Compiz lief out of the box. Auch den zweiten Monitor konnte ich ohne Probleme in Betrieb nehmen, nicht eine Zeile Configanpassung. Auch die Druckerinstallation lief vorbildlich. Selbst die, über USB an einen Netzwerkrechner angeschlossene, HP-Fax-Drucker-Kombi wurde gefunden. Der eigentliche Netzwerklaserdrucker ebenso, PPD hochladen und fertig.

So soll das. :)


08
Nov 09

Generationenwechsel?!

Das Beeindruckenste am Buch “Angriff auf die Freiheit” von Juli Zeh und Ilja Trojanow, war nicht das Buch, sondern ein Interview in dem Juli Zeh davon berichtete, wie es ist, wenn man als erfolgreiche Autorin an ein Gymnasium kommt. Wie unentspannt die Schüler sind, auf Karriere bedacht. Kleine Neoliberale, die jetzt schon die Hose gestrichen voll haben beim Gedanken später nicht den erfolgreichen Job abzubekommen.

Wenn man sich in der 10. Klasse schon Gedanken über seine Rentenansprüche macht, ist natürlich kaum Zeit und Raum um auf die Straßen zu gehen. Selbst wenn die Zeit da wäre, die gesamte Reputation ist in Gefahr. Nicht zuletzt des Internets wegen, welches ja bekanntlich nichts vergisst. Anna Grebe ist sicherlich nicht die Erste, die sich gewünscht hätte einige Dinge hätten nicht den Weg ins Internet gefunden. Also lieber auf Nummer Sicher gehen und nichts tun was irgendwann unangenehm im Netz auftauchen könnte.

Eine gute Freundin ist nicht zur “Freiheit statt Angst”-Demo gegangen, aus *tusch* Angst. Angst um Ihre Reputation im Job. Gut, es ist eine öffentliche Stelle, bei der man immer mal wieder eine Sicherheitsüberprüfung durchleiden muss, um Zugang zu einem Event zu bekommen. Da kann sowas zu Irritationen führen. Hat einen Joschka Fischer, einen Ströbele oder einen Schily nicht interessiert. Die haben es aber trotzdem geschafft. Zumindest was die Karriere angeht, ob sie das was sie taten immer gut gemacht haben sei mal dahingestellt.

Aber offenbar haben sich die Zeiten geändert. Keine Studentenproteste mehr, keine Friedensdemos.. Dabei wäre doch genug gegeben, über das man sich so große Sorgen machen sollte, um auf die Straße zu gehen. Aber es macht kaum jemand. Da wird der Frieden und die Sicherheit Deutschlands am Hindukusch demontiertverteidigt, da werden Grundrechte systematisch zurechtgestutzt, beschnitten, mit Füßen getreten.

Ich hoffe der Zulauf den die Piratenpartei erleben durfte und immer noch darf ist ein erstes Zeichen dafür, dass sich die oben genannten Zustände langsam wieder ändern. Eine neue Generation nachwächst, die keine Angst hat auf die Straßen zu gehen. Sich nicht alles still gefallen lassen.


08
Nov 09

minted, of course

Wer mit mir länger als 2 Stunden in einem Raum zusammen ist, wird eine Sache feststellen. Ich mag Minzbonbons. :)

Ich hatte vor einiger Zeit von einer Software gehört, mint. So Weblogstatistiken und sowas. Mit Plugins, pepper genannt. Aufmerksam geworden bin ich auf mint durch den RSS-Reader fever°, den ich in einem anderen Blog schon einmal genauer beschrieben habe.

Lange habe ich gezögert mir auch mint anzuschaffen, obwohl ich von fever° noch immer restlos begeistert bin. Aber ich habe ja eigentlich gar keine Seite, die ein solches Tool rechtfertigen würde. Die 2 Besucher am Tag, die sich hierhin verirren kann ich auch so zählen. Die 42 Suchmaschinen die auch jeden Tag vorbeirauschen interessieren ja eh niemanden.

Ich habs jetzt aber trotzdem gemacht, und die Software ist toll. :) Damit sich jeder mal selbt ein Bild machen kann, ist die Statistik derzeit offen. Wird sich später sicher mal ändern. Jedenfalls hier isse.


08
Nov 09

die revolution

The Revolution will be privatized

The Revolution will be privatized


08
Nov 09

So, Winterputz. ;)

Ich schreibe hier ja eher wenig, daher hatte ich bisher immer meine Twitter-Updates hier reingeworfen. Anfangs jeder Tweet ein Beitrag, die Hölle. ;) Später dann gesammelt einmal am Tag. Diese Funktion gibt es auch weiterhin. Allerdings sind nun die Twitternachrichten (abgesehen von den alten, die noch einzeln kamen) erst einmal nicht sichtbar.

Sie können aber über Kategorieauswahl rechts aufgerufen werden (Twitter).


08
Nov 09

klarer fall von: wir werden alle sterben

If they don't spot him, we're doomed!

If they don't spot him, we're doomed!

@gpkvt’s soup


07
Nov 09

fefe und die wikipedia

Ganz kurz, wer fefe kennt kann direkt etwas runterscrollen. Diejenigen die nicht wissen wollen wer fefe ist ebenso. ;)

Also wer ist dieser fefe? fefe heißt eigentlich Felix von Leitner und steht dem CCC nahe. Er betreibt seit langer Zeit eine Art Weblog (allerdings ohne Kommentarfunktion und Trackbacks ;). Manche bezeichnen Ihn als die “Bildzeitung für Nerds”. Seine, meist kurzen, Kommentare sind mindestens bissig und oft provokant. Ein Ausspruch der Ihm zugesprochen wird: “Wo bleibt eigentlich die Revolution?”. Sein Blog erreicht mehrere zehntausend Nutzer pro Tag.

Für die Wikipedia ist das Blog nicht relevant. Man könnte fragen warum. Und das hat fefe dann auch irgendwann mal getan. Als MOGIS e.V. nicht relevant für die Wikipedia war.

Und plötzlich sah es für die Wikipedia düster aus in der sonst so wohlwollenden Blogosphäre. Wikimedia Deutschland reagierte daraufhin mit einem Diskussionsabend, der aber irgendwann einfach zur Podiumsdiskussion umgeschrieben wurde. Obwohl Wikimedia eine wohlhabende Einrichtung ist, war man nicht gewillt einen größeren Raum anzumieten, der dem zu erwartenden Interesse gerecht würde. Stattdessen fand die Podiumsdiskussion in den Geschäfträumen mit ca. 40 Personen statt. Diese wurden “ausgelost”, nicht sonderlich transparent. fefe, der die ganze Diskussion mit ausgelöst hatte, wurde nicht eingeladen.

Das hat ihn jedoch nicht davon abgehalten einen klugen Text zu schreiben. Ganz ohne die üblichen Provokationen und Polemik. Gut arbeitet er die aktuellen Probleme der Wikipedia heraus. Und kommt zu folgender Einsicht:

Die Eltern unter meinen Lesern werden das Problem sofort wiedererkennen. Das ist nämlich der klassische Erziehungskonflikt bei Eltern. Eltern erziehen das erste Kind noch mit eiserner Knute und beim zweiten Kind sind sie dann weiser und greifen nur noch ein, wenn es nötig ist. Eltern müssen irgendwann ihr Kind ziehen lassen, so schmerzhaft das auch ist.

Und ein weiteres wichtiges Problem wird offenbar:

Löschen ist weniger Aufwand als Typos suchen und fixen. Und wenn man sich genötigt sieht, möglichst viele Löschungen vorzunehmen, um aktiver auszusehen, dann wird man auch die Löschdiskussion eher überfliegen als durchlesen und überdenken. Die Situation erinnert mich sehr an den Richtervorbehalt. Beim Richtervorbehalt ist es für den Richter ein Aufwand von einer Unterschrift, eine beantragte Durchsuchung zu beschließen, aber im Ablehnfall muß er eine Begründung schreiben. Also wird fast nie was abgelehnt. Und so ist das bei der Wikipedia im Moment auch. Der Admin hat einen Vorteil davon (er wirkt aktiver), wenn er dem Löschgesuch entspricht. Das ist genau falsch herum.

Bisher geisterte in der Blogosphäre die Idee des Wikipedia-Forks herum. Forken bedeutet ein Projekt zu nehmen und selbst in abgewandelter Form weiterzuführen. Machen wollte das eigentlich keiner wirklich, es war mehr ein Gedanke um Druck auf die Wikipedia auszuüben.

Doch fefe zieht den folgenden Schluss zu diesen Überlegungen.

Im Übrigen muß ich noch eine bittere Lektion ziehen. Wir hatten ja gedacht, wenn wir da einen Fork ansprechen, sei das eine Drohung, mit der wir womöglich die Wikipedianer zum Einlenken bringen können. Das Gegenteil ist der Fall. Die würden sich sogar freuen, wenn wir forken. Weil sie dann das Problem loswerden. Aus deren Sicht ist das Problem nämlich nicht, dass die Wikipedia den Bach runter geht, sondern in deren Denkmodell geht die Wikipedia den Bach runter, weil so viele Vandalen rumvandalieren und sie nicht mit dem Löschen hinterherkommen. Wenn wir forken, dann gehen die Vandalen zu uns, wo weniger gelöscht wird. Aus deren Sicht löst das ihr Problem. Wenn jemand unzufrieden ist, können sie den zu unserem Fork schicken. Wenn ihnen dann die Userzahlen wegsterben, dann macht das nichts, denn in deren Mission Statement geht es um das Weltwissen, nicht um das Bereitstellen an die User. Hier greift der alte Witz aus der Arbeitswelt, wie schön dieser Job doch wäre, wenn man es nicht ständig mit Kunden zu tun hätte. Forken ist also keine Option.

An genau dieser Stelle möchte ich Widersprechen. Wobei ich stimme eigentlich zu, komme jedoch zu einem anderen Ergebnis. fefe hat Recht, wenn er schreibt ein Fork würden die Vandalen sich auf den Fork stürzen, und auch viele Leute würden von der Wikipedia Abstand nehmen und im Fork Artikel schreiben. Der Wikipedia würde das nicht weiterhelfen. Erstmal, mit den Vandalen im Fork muss man dann halt umgehen lernen, meiner Meinung nach würde das schnell wieder abklingen. Die Wikipedia hingegen würde an Bedeutung verlieren.

Später in seinem Artikel kommt fefe auf die Monopolstellung der Wikipedia zu sprechen. Und das Monopole eine besondere Verantwortung mit sich bringen. Eine Verantwortung der sich die Wikipedia gerade zu entziehen versucht und dies auch gelingen würde, gerade dann, wenn es einen Fork gäbe.

Und wenn der Fork erfolgreich würde, was durchaus klappen kann, wäre das Monopol der Wikipedia in einigen Jahren gebrochen. Und Konkurenz belebt ja bekanntlich das Geschäft.


04
Okt 09

Datenschutz: Cookies in Firefox

Ich bin heute via Twitter über einen Blogeintrag zum Thema Cookies im Firefox gestolpert. Grundsätzlich stimme ich mit dem Artikel überein. Es gibt jedoch über Addons noch weitere Möglichkeiten mit Cookies umzugehen. Desweiteren werden in dem Artikel weitere Cookiearten (z.B. Flashcookies) nicht erwähnt. Auch hier kann man mit Addons für mehr Privatsphäre sorgen.

Cookie Button

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Plugins, die sich mit der Behandlung von Cookies befassen. Ich selbst verwende gern Cookie Button. Dieses Plugin gibt es in verschiedenen Fassungen, diese unterscheiden sich in der Art und Weise wo das Plugin eingebunden wird (Symbolleiste oder Statusbar). Mit Cookie Button ist es möglich die Verwendung von Cookies in Firefox komplett zu deaktivieren und Cookies nur im Bedarfsfall auf einzelnen Seiten zu aktivieren. Hierbei besteht die Möglichkeit dauerhafte Cookies zu erlauben oder diese nur für die aktuelle Session zuzulassen. Im letzteren Fall werden die Cookies beim Beenden des Browsers gelöscht.

Hinweis: Einige Seiten funktionieren ohne Cookies manchmal nicht korrekt. Will man z.B. in einem eShop etwas bestellen empfiehlt es sich daher zu Beginn des Bestellprozesses Cookies für die entsprechende Seite zu erlauben. Andernfalls kann es passieren, dass der Warenkorb nach jedem Seitenwechsel wieder leer ist. Cookies sind auch meist dann im Einsatz, wenn man ein Login zu einer Seite (z.B. twitter oder Google-Mail) verwenden möchte. Auch hier sollten Cookies also erlaubt werden, bevor man versucht sich anzumelden.

Supercookies

Eine weitere Form von Cookies stellen die sogenannten Flashcookies (auch Local Shared Objects (LSO) oder Supercookies genannt) dar. Diese werden vom Adobe Flashplayer verwendet und kommen zum Beispiel bei youtube zum Einsatz. Die Firefox-Cookie-Optionen beziehen sich nicht auf Flashcookies, somit können sie auch mit Cookie Button nicht verwaltet werden.

Eine weitere Form von Supercookies werden über die sogenannte DOM Storage gesetzt. Diese Cookies können im Gegensatz zu normalen Cookies gigantische Datenmengen (bis zu 10MB) speichern. Ein weiterer Unterschied zu normalen Cookies ist, dass DOM Storage auch über Domaingrenzen hinweg eingesetzt werden kann.

Firefox bietet keine Möglichkeit diese Cookies von Hause aus zu blockieren, dieses Feature ist jedoch mit dem Plugin “BetterPrivacy” problemlos nachrüstbar.

Allerdings blockiert BetterPrivacy die Supercookies nicht generell, sondern entfernt diese auf Nachfrage beim Beenden des Browsers.

Google Klickverfolgung und Google Analytics

Viele Seiten setzen zur Analyse des Traffics ein Werkzeug von Google namens Google Analytics ein. Hierbei werden per Javascript zahlreiche Informationen an Google gesendet. Durch die Abschaltung von Cookies erlangt man hier zwar einen Teil seiner Privatsphäre zurück, die Daten an sich werden aber trotzdem zu Google gesendet. Hiervor kann man sich mit Hilfe des Plugins “CustomizeGoogle” wehren.

Mit dem Plugin ist es ebenfalls möglich die Klickverfolgung auf einigen Googleseiten abzuschalten. Außerdem wird die UID des Google-Cookies anonymisiert. So ist es möglich, zwar Cookies von Google zuzulassen (z.B. um Google-Mail oder den Google-Reader verwenden zu können), aber dennoch etwas besser vor der Neugier von Google geschützt zu sein.

Sonstige Plugins zur Verbesserung der Privatsphäre

Hinweis: Die folgenden Plugins verhindern eventuell die korrekte Funktion zahlreicher Websites. Ich empfehle sie daher nur erfahrenen Internetbenutzern, die abschätzen können, wie eine Seite im Hintergrund funktioniert und welches Plugin die Funktion gerade einschränkt.

Viele Webseiten setzen Javascript ein um mehr Informationen über Ihre Nutzer zu erhalten. Auch Abseits des Datenschutzes wird durchaus Unfug mit Javascript betrieben und es gibt immer wieder Sicherheitslöcher im Firefox, die über Javascript ausgenutzt werden können. Hier kann mit “Noscript” Abhilfe geschaffen werden. NoScript funktioniert ähnlich wie CookieButton und deaktiviert Javascript (und weitere Plugins wie z.B. Flash und Java) per default. Für einzelne Seiten können temporäre oder auch dauerhafte Ausnahmen festgelegt werden.

Ein weiteres interessantes Plugin, welches neben Datenschutzrisiken ebenfalls auch die Sicherheit gernell verbessert, ist “RequestPolicy“. In erster Linie richtet sich das Plugin gegen Cross-Domain-Attacken, indem es festlegt, welche Seiten mit welchen Seiten untereinander kommunizieren darf. Eine ausführliche Beschreibung findet sich im Weblog von Kai Raven.

Ebenfalls beliebt ist das Plugin “Adblock Plus“, wenn auch in erster Linie um Werbung auf Webseiten auszublenden. Dies hat jedoch auch einen positiven Einfluss auf den Datenschutz. Werbung, die nicht geladen wird, hinterlässt auch keine Spuren in den Logfiles der Werbeprovider (z.B. doubleclick).


26
Sep 09

Copyrightreform, wie?

Vor ein paar Tagen bin ich per Twitter auf ein Video von Larry Lessig, Professor für Internetkultur an der Universität von Stanford in Kalifornien aufmerksam geworden.

Thema ist die notwendige Reform des Urheberrechts. Der Fokus liegt hierbei auf der privaten Nutzung von urheberrechtlich geschützem Material.

Aber seht selbst (deutschsprachige Untertitel sind verfügbar).

(via piratenpartei-bonn)

Ich denke Herr Lessig hat durchaus recht und umsetzbar wären seine Forderungen ebenfalls. Immerhin würde hierbei niemandem ein finanzieller Verlust zugefügt. Im Gegenteil könnte ein Werk dem eigentlichen Urheber sogar mehr Geld einbringen, da sein Werk potenziell eine höhere Verbreitung findet. Aber auch wenn dies nicht geschieht, der Urheber des Mashups verdient ja ebenfalls nichts an dem neuen Werk, also ist das Konzept durchaus fair.

Wer das Ursprungswerk kommerziell nutzen möchte muss sich halt mit dem Urheber auf eine entsprechende Gebühr einigen, was ja im Grunde kein Problem sein sollte, da der neue Nutzer ja ebenfalls Einnahmen erzielt (oder zumindest damit rechnet). Ob der Plan dann immer so aufgeht ist dann halt Sache zwischen den beiden Parteien und unternehmerisches Risiko.

Was mir jedoch in diesem Zusammenhang fehlt, ist ein vergleichbares Konzept, welches auch eine semiprofessionelle Nutzung ermöglicht. Sprich in einem Bereich in dem durchaus die Absicht gegeben sein könnte, mit dem neuen Werk Geld zu verdienen, die Wahrscheinlichkeit dies tatsächlich in ausreichendem Maße zu tun aber unwahrscheinlich ist.

Nehmen wir als Beispiel mal jemanden, der gerne und gut Bilder bearbeiten kann und dabei wirklich schöne und neue Kunstwerke schafft, die eventuell sogar einen Käufer finden würden. Dummerweise braucht er als Ausgangsmaterial z.B. ein Foto, ist aber selbst ein eher unbegabter Fotograf.

Er könnte sich nun natürlich mit einem Fotografen zusammentun, der ihm die passenden Bilder liefert. Verkauft er dann sein hierauf basierendes Werk wird der Gewinn geteilt. Wahrscheinlich verkauft er es aber nicht und irgendwann hat der Fotograf keine Lust mehr, ständig Bilder für lau zu machen. Vielleicht kennt der Bildbearbeiter auch gar keinen Fotografen.

Er könnte sich natürlich aus dem Internet bedienen. Es gibt dort massenhaft Bilder, Bilder, die eh schon gemacht worden sind. Viele Bilder sind auch unter einer freien Lizenz verfügbar, oft jedoch ist die kommerzielle Nutzung ausgeschlossen. Er könnte natürlich dennoch seinem Hobby nachgehen, ein Verkauf des Werkes ist dann jedoch ausgeschlossen. Somit wäre auch der Weg verbaut (oder zumindest erschwert) das Hobby vielleicht einmal zum Beruf zu machen und dann eine echte Wertschöpfungskette für alle Beteiligten möglich zu machen.

Viele geeignete Bilder stehen aber vielleicht auch nicht unter einer freien Lizenz, eben weil der Urheber des Bildes (unmittelbar) Geld mit seinen Werken verdienen möchte. Um dies zu ändern wäre es sicher ebenfalls hilfreich ein Konzept für den semiprofessionellen Bereich anbieten zu können, mit dessen Hilfe dem Urheber des Ursprungswerkes ein gutes Auskommen in Aussicht gestellt werden kann. Entweder reicht dies dann als Anreiz aus, damit der Urheber sein Werk entsprechend freigibt, oder aber das Konzept ist so global gültig, dass alle Werke automatisch von jedermann genutzt werden dürften.

Aber wie könnte so etwas aussehen?

Klar gibt es Seiten wie istockphoto.com wo der Bildbearbeiter sich für kleines Geld ein Bild kaufen könnte um es dann weiterzubearbeiten, aber dann ist er natürlich auf das istockphoto-Portfolio beschränkt. Er kann also nicht einfach ein beliebiges Bild für sein Werk nehmen.

Ich erinnere hier nur mal an die CDU-Wahlplakat-Remix-Aktion. Ich denke hier ist es nur deswegen ohne Rechtsstreit vonstatten gegangen, weil niemand einen ganzen Bildband mit Remixen erstellt hat und diesen dann verkaufen wollte. Aber ich fände es durchaus spannend, auch solch eine Nutzung generell zu erlauben. Natürlich nur dann, wenn der eigentliche Urheber an den Einnahmen beteiligt wird. Und ja, auch dann, wenn der Urheber es gar nicht “lustig” findet, was mit seinem Werk da angestellt wird. (Selbstverständlich müssen hier gewisse Grenzen gelten.)

Ich könnte jetzt hier noch viel mehr schreiben, aber ich denke es kommt auch so rüber, was ich meine. Und vielleicht ist die Lösung auch gar nicht so schwierig, wie sie mir derzeit vorkommt (Wald, Bäume und so). Bisher gehen meine Lösungsansätze aber immer in Richtung einer Art GEMA oder Kulturflatrate.

Beides sind jedoch Gebilde die mir nicht so recht gefallen. Die GEMA ist ja (zu Recht) seit langem und immer wieder in der Kritik. Bei der Kulturflatrate gibt es ebenfalls eine Reihe gewichtiger Probleme. So ist z.B. die gerechte Verteilung der Einnahmen ein Problem, will man die Inhalte nicht einer Totalüberwachung unterstellen. So müsste ja im Grunde jeder Download, jede Offlinenutzung der Inhalte protokolliert werden und anhand der Anzahl der Verteilungsschlüssel errechnet werden. Ich bin mir nicht sicher ob man so etwas wirklich will, geschweige denn überhaupt auch nur ansatzweise umsetzen kann, ohne ein quasi allmächtiges Contentverwaltungsgebilde heranzuzüchten.

Aber wie gesagt, Wald, Bäume, etc. Vielleicht hat ja jemand von Euch eine Idee, kennt schon ein vielversprechendes Konzept oder überzeugt mich sogar davon, dass ich hier totalen Unsinn schreibe. – Ich bin gespannt.


08
Sep 09

Google Wahlprognosen

Google zeigt mal wieder wie es geht, erspart sich die Proteste dass die Piratenpartei nicht aufgeführt ist und stellen sie gleich von Anfang an neben die etablierten Parteien.

Und es ist durchaus interessant, welchen Anteil die Piratenpartei bei Google hat. Derzeit haben die Piraten beim Interessenindex einen Wert von 9,6.

Die Zahlen in der Grafik zeigen an, wie viele Suchvorgänge für einen bestimmten Begriff verglichen mit der Anzahl aller Suchanfragen bei Google über einen bestimmten Zeitraum durchgeführt wurden. Die Zahlen geben nicht das absolute Suchvolumen an, da die Daten normalisiert und auf einer Skala von 0 bis 100 dargestellt werden.

Ich hätte da zunächst mit erheblich mehr gerechnet. Aber andererseits dürften die meisten Anhänger der Piratenpartei gar nicht bei Google nach den Piraten Ausschau halten, sondern die Seiten direkt ansurfen. Somit doch ein recht hoher Wert.

URL zur Seite bei google: http://www.google.de/landing/elections09/


04
Jul 09

Twitter Tools

Seit dem Umzug auf den neuen Server funktionieren die Twitter Tools, die automatisch aus jedem Tweet einen Blogeintrag machen, nicht mehr ganz zuverlässig. Einige Tweets tauchen erst Stunden später in falscher Reihenfolge aus. Außerdem werden sie dann behandelt wie normale Artikel und dementsprechend sendet das Blog ein Update an Twitter.

Ich habe daher Twitter Tools so umgestellt, dass eine tägliche Übersicht über alle Tweets erstellt wird. Dies wird immer so gegen 23 Uhr geschehen. Ich hoffe das klappt besser. Übersichtlicher ist es wahrscheinlich auch.


03
Jul 09

Extrapolating

Extrapolating

via xkcd.com

für Sarah ;)


03
Jul 09

citizen cam / humani tv

Falls sich jemand fragen sollte, warum dieses Blog so heißt, wie es heißt:

Der Dokumentationsfilm “Citizen Cam” von ARTE berichtet von dem gleichnamigen Projekt in Islands Hauptstadt Reykjavík, das die 200 Überwachungskameras in der Stadt zusammenschaltet und im Fernsehen live überträgt. Der Sender, bekannt als “Humani TV”, wurde schnell zum populärsten Fernsehsender im Land. Der Kanal verändert das Verhalten der Bevölkerung in der Öffentlichkeit in verschiedenen Arten und Weisen. Der Film berichtet von den Erfahrungen, die die Isländer mit dem System gemacht haben.

Die “Dokumentation” ist aber keine: der Film schildert nur satirisch die mögliche Realität und arbeitet mit Schauspielern. Dies gibt der Film aber erst im Abspann preis. In den Jahren seit seiner Entstehung scheint aber das Szenario zunehmend realistischer zu werden. Insofern rüttelt der Film auf als er eine durchaus denkbare zukünftige Zivilisation zeigt, die ihre persönlichen Freiheiten zugunsten einer abstrakten Sicherheit opfert.

Ansehen/Herunterladen kann man sich die “Doku” beim Chaosradio/CCC.


01
Jul 09

citizen-cam.de

Ich hatte schon einmal einen Versuch unternommen, diese Domain mit Leben zu füllen. Themen waren Datenschutz, Überwachung und, wenn es #zensursula schon gegeben hätte, sicher auch Zensur.

Dann habe ich allerdings die Share-Funktion des Google-Readers (jaja, Datenschutz und so, aber das Ding ist einfach praktisch) kennengelernt und somit war es viel einfacher, ein paar Leuten interessante Artikel und sonstige Links näherzubringen. Anfangs habe ich noch die meisten Empfehlungen aus dem Reader hierhin übertragen, aber Zeitmangel hat dann letztlich doch dafür gesorgt, dass ich das Blog aus dem Netz genommen habe.

Dank Twitter geht jetzt beides. Statt der Empfehlung im Google-Reader einfach schnell einen Tweet gefüllt, URL mit Twitterfox einfach übernehmen und der Kurzkommentar ist auch schon drin. Dieser wird dann umgehend hier im Blog veröffentlicht. Und falls ich doch einmal mehr als 140 Zeichen brauche, werde ich es einfach hier veröffentlichen und einen passenden Tweet an Twitter senden.

Ich hoffe dadurch wird es hier diesmal etwas dauerhafter erfolgreich. ;)


30
Jun 09

karstadt nö, quelle ja?! #wf…

karstadt nö, quelle ja?! #wft #staatskredit #finanzkrise #fail #spd- #cdu- #fdp- #gruene- #kotztmichdasallesan


30
Jun 09

firefox 3.5 is more trendy (tw…

firefox 3.5 is more trendy (twitter trending topics) than jacko… or an open source browser is more important than the king of pop. well…


30
Jun 09

“Unterm Strich zahl ich” / Nic…

“Unterm Strich zahl ich” / Nicht unkreative Protestaktion gegen geplante Bad Bank: http://www.heise.de/tp/blogs/8/141326


30
Jun 09

RT: @netzpolitik: Länder zäh…

RT: @netzpolitik: Länder zählen mit #Zensursula. http://bit.ly/R7GlN Es gibt viel mehr Staaten, als Ihr Euch vorstellen könnt!


30
Jun 09

Spreeblick zum Thema Piratenpa…

Spreeblick zum Thema Piratenpartei, Netzpolitik und dem ganzen (unpositioniertem) Rest: http://bit.ly/ev5rs


30
Jun 09

Europarat liebäugelt mit Empf…

Europarat liebäugelt mit Empfehlung für Web-Sperren http://tinyurl.com/kr8b84 #spd- #cdu-


Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: